Details

28.05.2018

Photovoltaik hat die niedrigsten Stromgestehungskosten in Deutschland

Frauenhofer ISE: Der neuen Studie zu den Stromgestehungskosten des Freiburger Instituts zufolge kommen Photovoltaik-Anlagen auf Werte zwischen 3,71 und 11,54 Eurocent pro Kilowattstunde. Für die Zukunft sehen die Wissenschaftler weiterhin großes Kostensenkungspotenzial.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben am Dienstag die vierte Auflage ihrer Studie „Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien“ vorgelegt. Dabei hätten sich die Kostenprognosen der Vorgängerstudien bestätigt, sagte Projektleiter Christoph Kost zur Veröffentlichung der Studie. „Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich und sind kein Hindernis für eine CO₂-freie Stromerzeugung mehr.“ Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten seien bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, „und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken“.

Die Photovoltaik ist im Mittel in Deutschland die kostengünstigste Technologie unter allen Kraftwerkstypen, wie es in der Studie heißt. Aktuell würden Photovoltaik-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 Eurocent pro Kilowattstunde erreichen. Die spezifischen Anlagenkosten lägen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1400 Euro pro Kilowatt. Zum Vergleich: Onshore-Windenergieanlagen als zweitgünstigste Erzeugungstechnologie kommen demnach auf Stromgestehungskosten von 3,99 bis 8,23 Eurocent und Offshore-Windkraftanlagen auf 7,49 bis 13,79 Eurocent pro Kilowattstunde. Dabei sehen die Wissenschaftler gerade in der Offshore-Windkraft noch deutliches Kostensenkungspotenzial: Bis 2035 würden diese mit 3,49 bis 10,07 Eurocent pro Kilowattstunde vergleichbare Preise wie heutige Photovoltaik-Kraftwerke erreichen.

weiterlesen

 

PV-Magazin, 20. März 2018